Herzlich Willkommen zum
Innovationslabor
für Studierende
der Hochschule Rosenheim!

Das Innovation Lab Rosenheim

eine Einrichtung des Zentrums Digitalisierung.Bayern an der Fakultät Informatik der Hochschule Rosenheim

Der stetige Wandel von Technologien im IT-Umfeld stellt sowohl Firmen als auch Hochschulen vor immer neue Herausforderungen: In rasender Geschwindigkeit müssen betriebsinterne Prozesse sowie Software aktualisiert werden, um auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. Auf der anderen Seite müssen Vorlesungen und die Lehrinhalte an die neuen Entwicklungen angepasst werden. Die Auswahl der richtigen Inhalte fällt auf Grund der umfangreichen technologischen Neuerungen und des nicht immer direkt vorhandenen Praxisbezugs schwer. Durch die Zusammenarbeit des Innovation Lab mit Unternehmen in der Region Rosenheim und Süd-München werden diese Probleme Angriff genommen! Die Innovations-Projekte werden im Rahmen des Informatikstudiums an der Hochschule Rosenheim durchgeführt – Auftraggeber sind die Unternehmen aus der Region. In der Regel umfasst ein solches Studentenprojekt Konzepte zur Umsetzung, welche prototypisch in ständiger Rücksprache mit dem Industriepartner umgesetzt und abschließend an den Kunden übergeben werden. Die typische Laufzeit für ein solches Projekt beträgt 3-4 Monate (ein Semester). Prototypen und Showcases können so schnell, kostengünstig für die Unternehmen und in sehr guter Qualität erstellt werden. Um dies zu gewährleisten werden die Studierenden während der Projektlaufzeit von erfahrenen Coaches betreut.

Häufig entstehen bereits während der Projektlaufzeit voll funktionsfähige Komponenten oder technischer Lösungen, welche bei den Unternehmen Verwendung finden.

Praxisnahe Ausbildung durch Wissensaustausch

Softwareentwicklung im Team und das Lösen von realen Problemen zusammen mit Kunden sind Inhalte, welche nur sehr schwer im regulären Vorlesungsbetrieb vermittelt werden können. Innovations-Projekte hingegen verschaffen realitätsnahe Erfahrungen im Kontext der Projektabwicklung zur optimalen Berufsvorbereitung und zum Training der Soft-Skills. Dieses ermöglicht nicht nur den Studierenden einen leichteren Übergang ins Berufsleben zu finden, sondern auch den Firmen sich frühzeitig um potentielle Angestellte zu bemühen.

Jedes Projekt ist Prüfstein für vermittelte Lehrinhalte: Sind die in den Vorlesungen behandelten Methoden beim strukturierten Lösen realer Probleme tatsächlich hilfreich, oder bloß schöne aber praxisferne Theorie? Wir als Hochschule für angewandte Wissenschaften können unsere Vorlesungen durch die Erkenntnisse aus den Projekten auf die Bedürfnisse der Unternehmen ausrichten. Durch die Projekte wird klar, womit sich die Unternehmen gerade beschäftigen und an welchen Stellen die Inhalte von Vorlesungen angepasst werden müssen – dies gilt ebenfalls für die Werkzeuge und Vorgehensmodelle zur Unterstützung von kleinen Projekt-Teams.

Die Studierenden können im Rahmen ihrer Projektarbeit helfen, ungenutzte Potentiale bei den Partnerunternehmen auszuschöpfen. Dies konnte in der Vergangenheit schon mehrfach bei den Themen agile Methoden (Scrum und Kanban), Softwaretest, Testautomatisierung und bei Qualitätssicherung erreicht werden.

In der Infobroschüre sind alle wichtigen Informationen über die Zusammenarbeit zwischen dem Innovation Lab und einem Industriepartner zusammengefasst.

Projekte

ALF

In Kooperation mit der Feuerwehr Bad Aibling wurde ein Prototyp zur Vorhersage des Aufstellorts einer Feuerwehrdrehleiter entwickelt. Mehr...

CampusApp

Erstellung einer Smartphoneapplikation für die Studenten der Hochschule Rosenheim mit der Firma Ferchau Engineering GmbH. Mehr...

Acoustix

Umsetzung eines Programms zur Verwaltung von Bauakustikmessdaten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Forschung, Prüfung und Zertifizierung IFT Rosenheim. Mehr...

M2M Smart Home

Konzeptionierung und prototypische Umsetzung einer Mobilfunkkommunikation zur Gebäudesteuerung in Kooperation mit der Firma Kathrein. Mehr...

ParKing

Entwicklung eines Webportals zur automatisierten Parkplatzverwaltung für Be- und Entladung von LKW bei dem Lackierbetrieb Diebald. Mehr...

loggr.io

Aufbau eines Systems zur Erfassung von Gebäudemessdaten (Raspberry Pi) und Visualisierung der Daten über eine Webapplikation. Mehr...

Weitere unserer Projekte finden Sie im Projektarchiv.

Erfahrung

An der Fakultät für Informatik werden seit mehreren Jahren Innovationsprojekte mit Unternehmen der Region, aber auch mit anderen Fakultäten der Hochschule Rosenheim, durchgeführt.

Die Hochschule bringt hier umfangreiche Erfahrungen zur Steuerung von Projekten, dem Coaching von Studierenden und der technischer Infrastruktur mit ein.

  • Embedded Systems
  • Smartphone-Apps
  • Webanwendungen und Webservices
  • Desktop- und Server-Lösungen

Projektakquise und Networking

Die Fakultät pflegt über den Verein ROSIK e.V. intensive Kontakte zur lokalen IT-Wirtschaft – dieser wurde 1999 von Mitgliedern der Fakultät mitgegründet und hat weit über 100 Mitgliedsunternehmen aus der Region. Die Hochschule selbst wird über den Seeoner Kreis unterstützt, welcher eine Vereinigung aus großen und mittleren Unternehmen aus der Region ist. So konnten neben großen Unternehmen wie Airbus Defence and Space, Ferchau oder Kathrein auch viele Unternehmen aus der Region, wie Accantum, Diebald, Eridea, Halvotec, IFT, in2code und TechDivision für Projekte gewonnen werden.

Neben bereits etablierten Unternehmen bietet das Digitale Gründerzentrum Stellwerk 18 ab April 2017 eine Anlaufstelle für innovative Ideen. Das Innovationslabor an der Hochschule Rosenheim bietet Gründern an, erste Prototypen und Showcases schnell, unbürokratisch und kostengünstig umzusetzen. Zusätzlich bietet das Stellwerk 18 Studierenden die Möglichkeit, sich mit Gründerinnen und Gründer aktiv zu vernetzten und die im Rahmen des Innovationslabors begonnenen Projekte zur Marktreife zu bringen.

Innovatives Vorlesungskonzept

Für das Innovationslabor werden zwei Pflicht-Lehrveranstaltungen verwendet. Im Sommersemester werden ca. 8-10 Projekte mit jeweils 5 Studierenden durchgeführt. Diese Projekte werden wie ein Festpreisprojekt in der Industrie abgewickelt, um den Studierenden die Projektabwicklung in einem strukturierten Rahmen näher zu bringen.

Meilensteine hierzu sind:

  • Kickoff, Angebot (Lastenheft),
  • Pflichtenheft,
  • DV-Konzept,
  • erste Zwischenabnahme und
  • Lieferung (Abnahme, Inbetriebnahme).

Im Wintersemester werden 6-8 Projekte jeweils mit 5 Studierenden mithilfe des agilen Produktmanagement-Frameworks Scrum durchgeführt. Beide Lehrveranstaltungen und das Coaching-Konzept wurden auf der Grundlage umfangreicher Erfahrungen angepasst. Die Projekte werden derzeit von Prof. Dr. Gerd Beneken sowie einem erfahrenen Praktiker gecoached. In gleicher Weise arbeitet Prof. Dr. Martin Deubler im Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Zusätzlich zum regulären Vorlesungsbetrieb etablierte ein Informatikstudent eine Initiative zur Förderung der interfakultativen Zusammenarbeit an der Hochschule Rosenheim. Das RO-LIP – Rosenheimer Labor für Interdisziplinäre Projekte – ist für alle Studenten mehrmals wöchentlich geöffnet und bietet Raum für freie Projektgestaltung und interdisziplinären Austausch von Ideen und Kompetenzen. Neben der Vorlesung Interaction Design bietet das RO-LIP den intellektuellen und konstruktiven Rahmen für Innovationsprojekte.

Software-Infrastruktur

Die Studenten befinden sich in den beiden Pflichtveranstaltungen in der Rolle eines kleinen Software-Dienstleisters. Etablierte Firmen dieser Branche nutzen Prozesse und Werkzeuge für ihr Tagesgeschäft:

  • Entwicklung,
  • Qualitätssicherung,
  • Dokumentation und
  • Überführung in den Produktivbetrieb.

Aufgrund der Kürze eines Semesters, fehlen den Studenten die zeitlichen Ressourcen, diesen Grad der Professionalisierung innerhalb eines Projektes selbst zu erarbeiten. Sie sollen sich vorrangig auf die Kommunikation mit dem Kunden, Projektmanagement und das Entwickeln von lauffähiger Software konzentrieren.

Im Zuge der kontinuierlichen Optimierung der Projektabwicklung wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Iterationsstufen durchlaufen. Anfänglich wurde lediglich ein Versionskontrollsystem verwendet. Im Rahmen studentischer Projekte wurde dieses um eine rudimentäre Weboberfläche mit der Möglichkeit zur einfachen Administration von Projekten erweitert. Durch den daraus entstandenen Teamserver war es mit wenig Aufwand möglich für jedes Projekt die Repositories, ein Wiki und ein Webportal für die Aufgabenverwaltung anzulegen.

Für unseren speziellen Anwendungsfall können viele Projekte mit sehr kurzen Laufzeiten allein durch Automatisierung wirtschaftlich sinnvoll verwaltet werden. Zusätzlich sollte der Einarbeitungsaufwand für die Projektbeteiligten so gering wie möglich sein. Aus diesem Grund wurde versucht, parallel zum Teamserver, den Team Foundation Server von Microsoft einzuführen. Hierbei führten Probleme bei der Benutzerverwaltung, fehlende Mittel zum automatisierten Erstellen neuer Projekte und Interoperabilitätsprobleme mit anderen IDEs dazu, dass der größte Teil der Projekte weiterhin über den Teamserver abgewickelt wurden. Mit einem weiteren Anlauf die Projektverwaltung zu optimieren, wurde auf die webbasierten Open Source Projektmanagementsoftwares Redmine und GitLab gesetzt, welche den Teamserver erfolgreich ablösten.

Aktuell befinden sich über 150 Projekte auf dem GitLab-Server der Hochschule Rosenheim. Die Kern-Features wie Versionskontrolle, Aufgabenverwaltung und das Wiki, sowie das Anlegen von Projekten in studentische Eigenverantwortung, wurden mit dieser Plattform erfolgreich erprobt. Die aktive Entwickler-Community sorgt neben kurzen Release-Zyklen auch für die ständige Weiterentwicklung, vor allem in den Bereichen Kontinuierliche Integration und Kontinuierliche Lieferung.

Die Vision

… für einen reibungslosen Ablauf von Innovationsprojekten an Hochschulen.

Onboarding

Ein effektiver Einstieg ist bei kurzen Projektlaufzeiten besonders wichtig. So soll der Einarbeitungsaufwand durch vorgefertigte Virtuelle Maschinen (VirtualBox, Vagrant, Salt), bestückt mit erprobten Entwicklerwerkzeugen, und in Verbindung mit Vorlesungsinhalten und Briefings drastisch reduziert werden.

Wissensdatenbank

Um gewonnenes Wissen für nachfolgende Projekte zu erhalten, sollen auserlesene Inhalte in aufbereiteter Form archiviert, und den Studenten und Professoren zur Verfügung gestellt werden. So sollen Inhalte wie Best Practices, Codeausschnitte oder auch funktionale Komponenten gesichert werden.

Kontinuierliche Integration

Neben der bestehenden Infrastruktur von Wiki, Git-Repository und Aufgabenverwaltung, müssen die Build-Prozesse und das Testen der Software automatisiert werden. Hierdurch können Qualitätsdefizite durch statische Codeanalyse und Ereignisprotokolle frühzeitig erkannt werden. Auf dieser Basis ist es von Beginn an möglich, geeignete Maßnahmen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung zu ergreifen.

Kontinuierliche Lieferung

Um nach erfolgreichen Tests und anschließender Qualitätssicherung die Inbetriebnahme des Projektes sicher zu stellen, muss dieses Element bereits in die Entwicklung integriert sein. Die automatisierte Softwareverteilung unterstützt nicht nur die Wartbarkeit, sondern deckt plattformübergreifende Integrationsprobleme frühzeitig auf.

Projekt-Templating

Zur Unterstützung des Onboarding-Prozesses sollen Projektvorlagen geschaffen und den Studenten zur Verfügung gestellt werden. Somit wird nicht nur der Rahmen des Projekts frühzeitig definiert, sondern ermöglicht auch die automatisierte Integration der Projekte in die vorhandene Infrastruktur. Hierbei sollen die drei Hauptbereiche Webentwicklung, Embedded Systems und Desktop- / Server-Applikationen jeweils durch mehrere Templates abgedeckt werden.

Open Source

Unser bisheriges Engagement hat gezeigt, dass quelloffene Lösungen, vor allem durch die speziellen Anforderungen im akademischen Umfeld, viele Vorteile gegenüber proprietärer Software haben. Zusätzlich zur Anpassbarkeit und Kostenneutralität, ist eine Integration verschiedenster Werkzeuge in die eigene IT-Infrastruktur leicht möglich. Mit GitLab, KVM und Docker werden alle Anforderungen an eine Multiprojektmanagementplattform erfüllt, und den Studenten der aktuelle Stand der Technik vermittelt.

Kontakt

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Publikationen

Presse

  • 27.04.2016 Raum für Innovationen: Hochschule Rosenheim ist bayerische Pilothochschule für Innovation Lab. [Pressemitteilung]
  • 28.04.2016 Hochschule ist bayerische Pilothochschule für Innovation Lab [Artikel im OVB]
  • 03.05.2016 Hochschule als Raum für Innovationen [Artikel im Echo]
  • 02.08.2016 Weitere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft [Artikel OVB]

Veröffentlichungen

  • U. Hammerschall, G. Beneken: „Software Requirements”, Pearson Education, 2013, Lehrbuch
  • G. Beneken, U.Hammerschall: „Agiles Requirements Engineering“, Sigs-Datacom-Verlag, 2014, Fachposter (> 700 Bestellungen)
  • G. Beneken, U. Hammerschall: „Agiles Projektmanagement”, Sigs-Datacom-Verlag, 2015, Fachposter (> 700 Bestellungen)
  • G. Beneken, U.Hammerschall: „Agile Software-Architektur“, Sigs-Datacom-Verlag, 2016, Fachposter, (erschien im Mai 2016)

Vorträge und Workshops