Herzlich Willkommen zum
Innovationslabor
für Studierende
der Hochschule Rosenheim!

Das Innovation Lab Rosenheim

eine Einrichtung des Zentrums Digitalisierung.Bayern an der Fakultät Informatik der Hochschule Rosenheim

Der stetige Wandel von Technologien im IT-Umfeld stellt sowohl Firmen als auch Hochschulen vor immer neue Herausforderungen: In rasender Geschwindigkeit müssen betriebsinterne Prozesse sowie Software aktualisiert werden, um auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. Auf der anderen Seite müssen Vorlesungen und Lehrinhalte an die neuen Entwicklungen angepasst werden. Die Auswahl der richtigen Inhalte fällt auf Grund der umfangreichen technologischen Neuerungen und des nicht immer direkt vorhandenen Praxisbezugs schwer. Durch die Zusammenarbeit des Innovationslabors mit Unternehmen in der Region Rosenheim und Süd-München werden diese Probleme in Angriff genommen. Die Innovations-Projekte werden im Rahmen des Informatik- und Wirtschaftsinformatikstudiums an der Hochschule Rosenheim durchgeführt – Auftraggeber sind die Unternehmen aus der Region. In der Regel umfasst ein solches Studentenprojekt Konzepte zur Umsetzung, welche prototypisch in ständiger Rücksprache mit dem Industriepartner umgesetzt und abschließend an den Kunden übergeben werden.

Durch die Förderung des Innovationslabors Rosenheim, als einer von zehn durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) im Rahmen der vom ZD.B geförderten Standorte, konnten die Intensität der Betreuung und die technische Infrastruktur erheblich verbessert werden. Prototypen, Showcases sowie funktionsfähige Komponenten und technische Lösungen können dadurch schnell, kostengünstig und in sehr guter Qualität erstellt werden. Um dies zu gewährleisten werden die Studierenden während der Projektlaufzeit von erfahrenen Coaches betreut.

Neben Softwareprojekten werden im Studiengang Wirtschaftsinformatik seit dem Wintersemester 17/18 zusätzlich Consultingprojekte durchgeführt, wodurch vor allem Potentiale im Themenfeld der Digitalisierung bei den Unternehmen sichtbar gemacht werden. Bereits hier können Prototypen, technische Lösungen oder ein Paket von Handlungsalternativen entstehen, aber vor allem bieten die Ergebnisse eine fundierte Basis für Anschlussprojekte. Auch hier wird durch gezieltes Coaching, ergänzt um Schulungen von Partnerunternehmen, die Qualität der Ergebnisse sichergestellt.

Praxisnahe Ausbildung durch Wissensaustausch

Softwareentwicklung im Team und das Lösen von realen Problemen zusammen mit Kunden sind Inhalte, welche nur sehr schwer im regulären Vorlesungsbetrieb vermittelt werden können. Innovations-Projekte hingegen verschaffen realitätsnahe Erfahrungen im Kontext der Projektabwicklung zur optimalen Berufsvorbereitung und zum Training der Soft-Skills. Dieses ermöglicht nicht nur den Studierenden einen leichteren Übergang ins Berufsleben, sondern auch den Firmen sich frühzeitig um potentielle Angestellte zu bemühen.

Jedes Projekt ist Prüfstein für vermittelte Lehrinhalte: Sind die in den Vorlesungen behandelten Methoden beim strukturierten Lösen realer Probleme tatsächlich hilfreich, oder bloß schöne aber praxisferne Theorie? Wir als Hochschule für angewandte Wissenschaften können unsere Vorlesungen durch die Erkenntnisse aus den Projekten auf die Bedürfnisse der Unternehmen ausrichten. Durch die Projekte wird klar, womit sich die Unternehmen gerade beschäftigen und an welchen Stellen die Inhalte von Vorlesungen angepasst werden müssen – dies gilt ebenfalls für die Werkzeuge und Vorgehensmodelle zur Unterstützung von kleinen Projekt-Teams.

Die Studierenden können im Rahmen ihrer Projektarbeit helfen, ungenutzte Potentiale bei den Partnerunternehmen auszuschöpfen. Dies konnte in der Vergangenheit schon mehrfach bei den Themen agile Methoden (Scrum und Kanban), Softwaretest, Testautomatisierung und bei Qualitätssicherung erreicht werden.

Projekte

Kompass

Entwicklung eines Onlineportals als Roadshow für Unternehmen, Schüler und Studierende im Landkreis Traunstein. Mehr...

QM-Portal

Erstellung eines Portals zur elektronische Verwaltung von QM-Unterlagen mit der Firma Diebald GmbH & Co. KG. Mehr...

geoconv

Umsetzung eines Programms zur Konvertierung von Planungsdaten (XML) in eine GeoJSON-Datei mit der Firma AND Solution GmbH. Mehr...

M2M Smart Home

Konzeptionierung und prototypische Umsetzung einer Mobilfunk- kommunikation zur Gebäudesteuerung in Kooperation mit der Firma Kathrein. Mehr...

ParKing

Entwicklung eines Webportals zur automatisierten Parkplatzverwaltung für Be- und Entladung von LKW bei dem Lackierbetrieb Diebald. Mehr...

loggr.io

Aufbau eines Systems zur Erfassung von Gebäudemessdaten (Raspberry Pi) und Visualisierung der Daten über eine Webapplikation. Mehr...

Weitere unserer Projekte finden Sie im Projektarchiv.

Erfahrung

Innovationsprojekte für Unternehmen aus der Region.

An der Fakultät für Informatik werden seit mehreren Jahren Innovationsprojekte mit Unternehmen der Region, aber auch mit anderen Fakultäten der Hochschule Rosenheim, durchgeführt. Die Hochschule bringt hier umfangreiche Erfahrungen zur Steuerung von Projekten, dem Coaching von Studierenden und der technischen Infrastruktur mit ein.

  • Embedded Systems
  • Smartphone-Apps
  • Webanwendungen und Webservices
  • Desktop- und Server-Lösungen

Innovatives Vorlesungskonzept

Für Industrieprojekte werden je zwei Pflicht-Lehrveranstaltungen der Studiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik verwendet. Im Sommersemester werden insgesamt ca. 20 Projekte mit jeweils 5 Studierenden durchgeführt. Diese Projekte werden wie ein Festpreisprojekt in der Industrie abgewickelt, um den Studierenden die Projektabwicklung in einem strukturierten Rahmen näher zu bringen.

Meilensteine hierzu sind:

  • Kickoff, Angebot (Lastenheft),
  • Pflichtenheft,
  • DV-Konzept,
  • erste Zwischenabnahme und
  • Lieferung (Abnahme, Inbetriebnahme).

Im Wintersemester werden in der Informatik 6-8 Projekte jeweils mit 5 Studierenden mithilfe des agilen Produktmanagement-Frameworks Scrum durchgeführt. Die Coaches befinden sich in der Rolle des SCRUM-Masters und stellen durch wöchentliche Meetings und intensive technische Betreuung sicher, dass weder fachliche, Team-interne noch organisatorische Probleme negative Auswirkungen auf den Erfolg der Projekte haben. In der Wirtschaftsinformatik finden seit dem Wintersemester 6-8 IT-Consulting-Projekte mit jeweils 5 Studierenden statt. Ziel der Projekte ist es für ein reales Unternehmen eine aktuelle Herausforderung im Kontext der Digitalisierung zu lösen. Im Mittelpunkt steht dabei stets das Aufzeigen von verschiedenen Handlungsalternativen auf dem Weg der digitalen Transformation und das Erarbeiten eines konkreten, unternehmensspezifischen Lösungsvorschlags. Typische Aufgabenstellungen sind bspw. die Gestaltung und prototypische Umsetzung von neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen, die Optimierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Technologiestudien und Gestaltungsvorschläge für moderne, digitale Arbeitsplätze oder IT-Infrastruktur-Evaluationen. Alle Lehrveranstaltungen und das Coaching-Konzept wurden auf der Grundlage umfangreicher Erfahrungen aneinander angepasst. Die Projektbetreuung wird von Prof. Dr. Gerd Beneken in der Informatik und Prof. Dr. Claudia Förster sowie Prof. Dr. Martin Deubler im Studiengang Wirtschaftsinformatik übernommen. Zusätzlich werden die Teams von erfahrenen Praktikern gecoached.

Neben dem regulären Vorlesungsbetrieb etablierte ein Informatikstudent eine Initiative zur Förderung der interfakultativen Zusammenarbeit an der Hochschule Rosenheim. Das RO-LIP – Rosenheimer Labor für Interdisziplinäre Projekte – ist für alle Studenten mehrmals wöchentlich geöffnet und bietet Raum für freie Projektgestaltung und interdisziplinären Austausch von Ideen und Kompetenzen. Neben der Vorlesung Interaction Design bietet das RO-LIP den intellektuellen und konstruktiven Rahmen für Innovationsprojekte.

Projektakquise und Networking

Die Fakultät pflegt über den Verein ROSIK e.V. intensive Kontakte zur lokalen IT-Wirtschaft – dieser wurde 1999 von Mitgliedern der Fakultät mitgegründet und hat weit über 100 Mitgliedsunternehmen aus der Region. Die Hochschule selbst wird über den Seeoner Kreis unterstützt, welcher eine Vereinigung aus großen und mittleren Unternehmen aus der Region ist. Zudem entwickelten sich fruchtbare Kooperation mit regionalen Institutionen wie der Wirtschaftsförderung Berchtesgadener Land. So konnten neben großen Unternehmen wie Airbus Defence and Space, Ferchau oder Kathrein auch viele Unternehmen aus der Region, wie Accantum, Diebald, Eridea, Halvotec, IFT, in2code und TechDivision und viele mehr für Projekte gewonnen werden.

Neben bereits etablierten Unternehmen bietet das Digitale Gründerzentrum Stellwerk 18 seit April 2017 eine Anlaufstelle für innovative Ideen. Das Innovationslabor an der Hochschule Rosenheim bietet Gründern an, erste Prototypen und Showcases schnell, unbürokratisch und kostengünstig umzusetzen. Zusätzlich bietet das Stellwerk 18 Studierenden die Möglichkeit, sich mit Gründerinnen und Gründern aktiv zu vernetzten und die im Rahmen des Innovationslabors begonnenen Projekte zur Marktreife zu bringen. Im Jahr 2017 sind bereits vier Projekte zusammen mit Startups aus dem Stellwerk 18 zustande gekommen.

Software-Infrastruktur

Die Studenten befinden sich in den beiden Pflichtveranstaltungen in der Rolle eines kleinen Software-Dienstleisters. Etablierte Firmen dieser Branche nutzen Prozesse und Werkzeuge für ihr Tagesgeschäft:

  • Entwicklung,
  • Qualitätssicherung,
  • Dokumentation und
  • Überführung in den Produktivbetrieb.

Aufgrund der Kürze eines Semesters, fehlen den Studenten die zeitlichen Ressourcen, diesen Grad der Professionalisierung innerhalb eines Projektes selbst zu erarbeiten. Sie sollen sich vorrangig auf die Kommunikation mit dem Kunden, Projektmanagement und das Entwickeln von lauffähiger Software konzentrieren.

Im Zuge der kontinuierlichen Optimierung der Projektabwicklung wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Iterationsstufen durchlaufen. Anfänglich wurde lediglich ein Versionskontrollsystem verwendet. Im Rahmen studentischer Projekte wurde dieses um eine rudimentäre Weboberfläche mit der Möglichkeit zur einfachen Administration von Projekten erweitert. Durch den daraus entstandenen Teamserver war es mit wenig Aufwand möglich für jedes Projekt die Repositories, ein Wiki und ein Webportal für die Aufgabenverwaltung anzulegen.

Für unseren speziellen Anwendungsfall können viele Projekte mit sehr kurzen Laufzeiten allein durch Automatisierung wirtschaftlich sinnvoll verwaltet werden. Zusätzlich sollte der Einarbeitungsaufwand für die Projektbeteiligten so gering wie möglich sein. Aus diesem Grund wurde versucht, parallel zum Teamserver, den Team Foundation Server von Microsoft einzuführen. Hierbei führten Probleme bei der Benutzerverwaltung, fehlende Mittel zum automatisierten Erstellen neuer Projekte und Interoperabilitätsprobleme mit anderen IDEs dazu, dass der größte Teil der Projekte weiterhin über den Teamserver abgewickelt wurden. Mit einem weiteren Anlauf die Projektverwaltung zu optimieren, wurde auf die webbasierten Open Source Projektmanagementsoftware Redmine und GitLab gesetzt, welche den Teamserver erfolgreich ablösten. Der Betrieb von Redmine wurde allerdings nach einem Jahr eingestellt, da das Features-Set von GitLab wesentlich umfangreicher und intuitiver zu Bedienen ist.

Aktuell befinden sich über 1200 Projekte auf dem GitLab-Server der Hochschule Rosenheim. Dazu gehören neben Industrieprojekten auch Vorlesungen, Übungen und Abschlussarbeiten: GitLab ist inzwischen vollständig in den Vorlesungsbetrieb integriert, und wird von allen Studierenden und Professoren aktiv genutzt. Die Kern-Features wie Versionskontrolle, Aufgabenverwaltung und das Wiki, sowie das Anlegen von Projekten in studentischer Eigenverantwortung, wurden mit dieser Plattform erfolgreich erprobt. Die aktive Entwickler-Community sorgt neben kurzen Release-Zyklen auch für die ständige Weiterentwicklung, vor allem in den Bereichen kontinuierliche Integration und kontinuierliche Lieferung.

Die Vision

… für einen reibungslosen Ablauf von Innovationsprojekten an Hochschulen.

Onboarding

Ein effektiver Einstieg ist bei kurzen Projektlaufzeiten besonders wichtig. So soll der Einarbeitungsaufwand durch vorgefertigte virtuelle Maschinen (VirtualBox, Vagrant, Salt), bestückt mit erprobten Entwicklerwerkzeugen, in Verbindung mit Vorlesungsinhalten und Briefings drastisch reduziert werden.

Wissensdatenbank

Um gewonnenes Wissen für nachfolgende Projekte zu erhalten, werden auserlesene Inhalte in aufbereiteter Form archiviert, und den Studenten und Professoren zur Verfügung gestellt. So sind Inhalte wie Best Practices, Codeausschnitte oder auch kleinere funktionale Komponenten bereits heute verfügbar.

Kontinuierliche Integration

Neben der bestehenden Infrastruktur von Wiki, Git-Repository und Aufgabenverwaltung, müssen die Build-Prozesse und das Testen der Software automatisiert werden. Hierdurch können Qualitätsdefizite durch statische Codeanalyse und Ereignisprotokolle frühzeitig erkannt werden. Auf dieser Basis ist es von Beginn an möglich, geeignete Maßnahmen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung zu ergreifen.

Kontinuierliche Lieferung

Um nach erfolgreichen Tests und anschließender Qualitätssicherung die Inbetriebnahme des Projektes sicher zu stellen, muss dieses Element bereits in die Entwicklung integriert sein. Die automatisierte Softwareverteilung unterstützt nicht nur die Wartbarkeit, sondern deckt plattformübergreifende Integrationsprobleme frühzeitig auf.

Projekt-Templating

Zur Unterstützung des Onboarding-Prozesses wurden Projektvorlagen geschaffen und den Studenten im Rahmen der Wissensdatenbank Verfügung gestellt. Somit wird nicht nur der Rahmen des Projekts frühzeitig definiert, sondern ermöglicht auch die automatisierte Integration der Projekte in die vorhandene Infrastruktur. Hierbei sollen die drei Hauptbereiche Webentwicklung, Embedded Systems und Desktop- / Server-Applikationen jeweils durch mehrere Templates abgedeckt werden.

Open Source

Unser bisheriges Engagement hat gezeigt, dass quelloffene Lösungen, vor allem durch die speziellen Anforderungen im akademischen Umfeld, viele Vorteile gegenüber proprietärer Software haben. Zusätzlich zur Anpassbarkeit und Kostenneutralität, ist eine Integration verschiedenster Werkzeuge in die eigene IT-Infrastruktur leicht möglich. Mit GitLab, KVM und Docker werden alle Anforderungen an eine Multiprojektmanagementplattform erfüllt und den Studierenden der aktuelle Stand der Technik vermittelt.

Aktueller Stand

… des Innovationslabors der Hochschule Rosenheim.

Die Inbetriebnahme passender Projektmanagement- und Systeminfrastruktur sowohl für die Projekte der Studierenden als auch für die interne Organisation ist ein fortlaufender Prozess. Die sehr große Auswahl an Software, Technologien und Plattformen erleichtert die Auswahl hierbei keineswegs, da es auf Grund des administrativen Aufwands und der begrenzter Ressourcen nicht dauerhaft mehrgleisig gefahren werden kann. Neben der Etablierung von Prozessen zur Betreuung von Kundenkontakten und Pflege der Beziehungen sind auch rechtliche Fragestellungen wie der Rechteübergang, Urheberrecht, Geheimhaltung und ein zugehöriges Finanzierungsmodell für die Innovationslaborstandorte noch nicht vollständig gelöst.

Infrastruktur

Infrastrutkur
Aktueller Stand der Infrastruktur

Zum Abschluss der Pilotphase wurde vom Innovationslabor Rosenheim ein Leitfaden für die Projektinfrastruktur erarbeitet. Diese Roadmap beschreibt über mehrere Ausbaustufen die Projektmanagement- und Systeminfrastruktur an der Hochschule Rosenheim - aktuell befinden wir uns zwischen den Stufen zwei und drei.

Durch die Förderung und damit verbundene Beschaffung eines Servers konnten bereits viele Punkte praktisch umgesetzt werden. Durch die zusätzlichen System-Ressourcen konnten neben Monitoring für die bestehenden Systeme vor allem die Nutzbarmachung der GitLab-eigenen Continuous Integration und Delivery Pipeline in den Fokus gestellt werden. Von OpenStack wurde hierbei zunächst Abstand genommen da die Verfügbarkeit auf Grund des noch experimentellen Charakters der Infrastruktur nicht gewährleistet werden kann. Stattdessen wurde mit KVM eine Server-Landschaft geschaffen. Diese beherbergt aktuell mitunter ein Kubernetes Cluster, welches für alle Projekte sowohl eine Staging- als auch eine Produktivumgebung zur Verfügung stellt – voll integriert in die CI/CD-Pipeline von GitLab. Des Weiteren sind drei virtuelle Build-Server, basierend auf KVM mit Docker in Docker (DinD), zum automatisierten Bauen von Projekten in Betrieb. Zukünftig soll es zusätzlich Projekteigene virtuelle Build-Maschinen geben, administriert beispielsweise über OpenStack, um eine vollständige Abdeckung in allen Projekten zu gewährleisten – unabhängig von Plattformen, Frameworks oder den systembedingte Restriktionen von DinD.

Templates und Wissensdatenbank

Da die technologische Vielfalt der Projekte an der Hochschule Rosenheim das reproduzierbare Provisionieren von Entwicklungs-VMs sehr zeitaufwändig macht, wurden zunächst vor allem durch Artikel in der Wissensdatenbank, Projekt-Templates und intensives Coaching die Onboarding-Phase entspannt. Die Templates beschleunigten die Projektstarts erheblich; sie umfassen neben Beispielcode und einem Build-Management-Tool wie Gradle oder Maven zusätzlich die vollständige Integration in die Pipeline von Gitlab, zusammen mit einer Deployment-Story auf Kubernetes oder alternativ mit Artefakt-Download für beispielsweise Android Packages oder Java Archive. Die laufenden Projekte und das kontinuierliche Feedback der Studierenden helfen das Angebot an Templates und Artikel für die Wissensdatenbank zielgerichtet auszubauen – anschließend können die virtuellen Arbeitsumgebungen konzeptioniert werden.

Verträge und Finanzierung

Neben technischen, mussten auch rechtliche Herausforderungen bei der Projektabwicklung angegangen werden. Um Rechtssicherheit zu schaffen wurden im Wintersemester 2017 von einer Anwaltskanzlei zusammen mit der Hochschule Rosenheim Verträge ausformuliert. Vor allem der Haftungsausschluss der Studierenden und die Wahrung der Geheimhaltung sind essentielle Aspekte, welcher durch die Verträge nun auch geregelt wurden. Des Weiteren wird neben dem Rechteübergang zwischen den mitwirkenden Unternehmen und den Studierenden auch die Rolle der Hochschule geregelt. Da sich die Innovationslabore, die aktuell vom ZD.B gefördert werden, am Ende des Förderungszeitraums selbst tragen sollen, klären die Verträge auch diesen Punkt, so dass zukünftig beim Vertragsabschluss die Unternehmen finanziell am Fortbestand des Innovationslabors und der Coaches beteiligt werden. Somit hat das Innovationslabor ein solides rechtliches Fundament auf dessen Grundlage innovative Projekte und Startups nachhaltig entstehen können.

Customer Support

Um nachhaltig gute Beziehungen zu den Unternehmen gewährleisten zu können, soll die Betreuung und das Feedback auch über die Projektlaufzeit hinaus verbessert werden. Neben der engen Kooperation mit den Studierenden soll intensiveres Feedback zur Projektlaufzeit sicherstellen, dass bei Problemen schnell gehandelt werden kann. Auch der Erfolg und der Nutzen für den Kunden kann somit nicht nur abgeschätzt, sondern mit Gewissheit bestimmt werden. Um diese Form des Customer Supports dauerhaft zu gewährleisten, werden aktuell verschiedene Prozesse in den Semesterablauf integriert. Im Wintersemester 2017 wurde bereits damit begonnen, durch digitale Fragebögen und im persönlichen Gesprächen Rückmeldungen und Anregungen zu sammeln.

Kontakt

… zum Team des Innovationslabors an der Hochschule Rosenheim.

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Publikationen

Presse

  • 27.04.2016 Raum für Innovationen: Hochschule Rosenheim ist bayerische Pilothochschule für Innovation Lab. [Pressemitteilung]
  • 28.04.2016 Hochschule ist bayerische Pilothochschule für Innovation Lab [Artikel im OVB]
  • 03.05.2016 Hochschule als Raum für Innovationen [Artikel im Echo]
  • 02.08.2016 Weitere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft [Artikel OVB]
  • 07.03.2017 Studierende arbeiten an innovativen Lösungen für die digitale Zukunft [Pressemitteilung]

Veröffentlichungen

  • U. Hammerschall, G. Beneken: „Software Requirements”, Pearson Education, 2013, Lehrbuch
  • G. Beneken, U.Hammerschall: „Agiles Requirements Engineering“, Sigs-Datacom-Verlag, 2014, Fachposter (> 700 Bestellungen)
  • G. Beneken, U. Hammerschall: „Agiles Projektmanagement”, Sigs-Datacom-Verlag, 2015, Fachposter (> 700 Bestellungen)
  • G. Beneken, U.Hammerschall: „Agile Software-Architektur“, Sigs-Datacom-Verlag, 2016, Fachposter
  • G. Beneken, F. Hummel, M. Kucich: „Agile Software-Entwickung und IT-Betrieb“, Sigs-Datacom-Verlag, 2017, Fachposter
  • C. Förster, C. Stöhler, L. Brehm: „Projektmanagement lehren: Studentische Projekte erfolgreich konzipieren und durchführen“, Springer Verlag, 2017

Vorträge, Workshops und Messen